Tarifwechsel

Viele, besonders auch ältere Menschen, wenden sich an mich, da die Beiträge zur PKV mit den Beitragsjahren stark gestiegen sind. Besonders mit dem Rentenbeginn wird ein großer Teil der Bezüge für die Krankenversicherung fällig. Und das tut weh!

Beiträge bis zu 40% gesenkt! Wäre das nicht schön?

Viele, um nicht zu sagen: die meisten meiner Kunden, haben sich zunächst vertrauensvoll an Ihre Kranenkasse gewendet.  Auf  Nachfrage, welche Möglichkeiten es gäbe um die Beiträge zu senken erzählt man uns  immer wieder dieselben Antworten. “Sie können den Selbstbehalt erhöhen oder in den Standardtarif wechseln”. Manchmal wird auch angeboten, dass man ja auf Leistungen verzichten könne.

Besonders für langjährig Versicherte war das oft ein Schlag ins Gesicht. Fragen wie: Warum hilft denn keiner? Was ist mit meinen Rückstellungen nach z. B. 20 Jahren? Warum wird hier so gemauert?

Die Antwort ist sehr einfach: Weil es nicht im Interesse dieser Versicherungsgesellschaften liegt.

Der Gesetzgeber hat zwar die Möglichkeit geschaffen, nach §204 VVG in andere Tarife bei Ihrer bestehenden Krankenversicherung zu wechseln. Er hat die Gesellschaften aber nicht dazu verpflichtet, dies im Interesse ihrer Kunden zu tun und die bestmögliche Option auch anzubieten.

Und genau hier liegt das Problem.

Und die Versicherer haben große Probleme. Immer älter werdendes Klientel mit immer längeren Lebenserwartungen und dadurch rasant steigende Behandlungskosten lassen die Ausgabenseite immer weiter steigen. Zudem hat die Politik auch noch eine Veränderungen auf Lager, die dann umgesetzt werden müssen und sich ebenfalls finanziell auswirken. Die Einnahmenseite durch Erträge am Kapitalmarkt ist durch die Wirtschaftskrise sehr stark zurückgegangen. Zinserträge und Renditen gefallen. Aber der Leistungsanspruch der Versicherten bleibt bestehen. Das führt bei einem wirtschaftlich geführten privaten Unternehmen zu Beitragssteigerungen.

Altversicherte zahlen jedoch im Verhältnis den höchsten Beitragsanteil. Das liegt zum einen in den langen Versicherungszeiten. Die damaligen Tarife sind heute meist wieder geschlossene Tarife, was bedeutet, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt kein Neuversicherter mehr in diesem Tarif dazukam. Die logische Folge: der Tarif vergreist und die Kosten explodieren. Der junge und gesunde Neuversicherte zur Durchmischung der Kalkulation fehlt. Mit den entsprechenden Kostenfolgen. Die Beitragssteigerung gingen über die üblichen moderaten Beitragsanpassungen hinaus.

Aber man kann sich wehren und bei seiner bestehenden Krankenversicherungsgesellschaft die Tarife optimieren und gegen neuere und modernere Tarifwerke austauschen. Das sehen die Versicherer nicht gerne und es werden uns immer wieder Aussagen wiedergegeben, die -höflich ausgedrückt- nicht ganz stimmen können.

Problematiken beim Tarifwechsel

  • Verzögerungen oder Nichtreaktionen der Versicherungsgesellschaften. Nur wenige kooperieren im Interesse des Kunden.
  • Vorerkrankungen
  • Erhöhung des Selbstbehaltes
  • Verlust der Altersrückstellungen
  • Leistungsverschlechterungen als Möglichkeit der Beitragssenkung
  • Standardtarif
  • Basistarif

Für alle diese Probleme gibt es eine Lösung!

Wir empfehlen Ihnen jedoch, dies mit einem Experten mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Privaten Krankenversicherung zu tun. Im Tarifdschungel der Möglichkeiten haben Sie sonst wieder keine eigene Entscheidungsmöglichkeit.

Das sollten Sie beim Thema Tarifwechsel PKV beachten

  • lassen Sie sich nicht abwimmeln, wenn Sie selbst den Tarifwechsel durchboxen möchten
  • Vorerkrankungen dürfen bei gleichen Leistungen keine Rolle spielen.
  • Selbstbehalt meint immer den Kostenteil, den Sie in jedem Versicherungsjahr selbst zahlen müssen. Eine Erhöhung muss daher für Sie tragbar sein, da es durchaus zum Ernstfall kommen kann.
  • Altersrückstellungen sind an die PKV-Gesellschaft gebunden und nicht an den Tarif. Da Sie den Wechsel bei ihrer bestehenden Krankenversicherung umsetzen, bleibt Ihre von Ihnen erworbene Altersrückstellung bei Ihnen.
  • Leistungsverschlechterungen reduzieren die Beiträge aber auch den Schutz, der im Fall der Fälle für Sie zählt.
  • Standardtarif
  • Basistarif ist ein sog. Sozialtarif der der Politik geschuldet wird. Er orientiert sich mit den Leistungen an der GKV und im Beitrag am Höchstbeitrag der GKV. Hier sollte man als “verwöhnter Privatpatient” sicher sein, dass man das Preis-Leistungsniveau auch akzeptieren kann